Wenn sich die Eliten in Davos Gedanken über die Welt in 2030 machen, kommen teilweise überraschende Ergebnisse heraus. Prognosen sind bekanntlich schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Dennoch verliert es nie an Reiz, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Dies gilt umso mehr in einer Zeit, in der sich technische und technologische Veränderungen rasant beschleunigen. Veränderung ist die einzige Konstante, aber selbst diese verläuft nicht linear. Schauen wir uns die Prognosen der Eliten in Davos für die Welt in 2030 mal an.

1. Sharing Economy

Nach der Vorstellung der dänischen Abgeordneten Ida Auken hat sich der Mensch in 2030 von allem materiellen Besitz verabschiedet. Kaufen war einmal. Stattdessen teilen wir uns Autos, Häuser und sogar die Kleidung. Sharing ist das Zauberwort.

Ich besitze nichts. Ich besitze kein Auto. Ich besitze kein Haus. Ich besitze keine Geräte oder Kleidung.

2. Die Dominanz der USA ist gebrochen

Robert Muggah, Forschungsdirektor am Igarapé-Institut, sieht das Ende der Nachkriegsordnung unter der Führung der USA.

Anstatt eines globalen Imperiums erheben mehrere Staaten den Anspruch regionaler Dominanz, darunter die USA, Russland, China, Deutschland, Indien und Japan. Gleichzeitig wird der Machtanspruch der Staaten durch Millionenmetropolen und globale Internetkonzerne auf die Probe gestellt.

3. Der Sieg über den Tod scheint nahe

Melanie Walker, Ärztin und Beraterin der Weltbank, sieht bis 2030 die Zerstörung der Krankheiten durch medizinischen Fortschritt.

Das Krankenhaus, wie wir es kennen, gibt es 2030 nicht mehr. Autonomes Fahren und große Fortschritte in der Medizintechnik haben das klassische Krankenhaus überflüssig gemacht. Nanoroboter und neue Organe aus dem 3D-Druck geben Hoffnung auf den Sieg über den Tod.

4. Tech Food

Tim Benton, Professor für Populationsökologie an der Universität von Leeds in Großbritannien sieht nur noch Tech Food auf unseren Esstischen.

Wie bei unseren Vorfahren wird Fleisch eher ein Leckerbissen sein und weniger ein Grundnahrungsmittel. In der Zukunft kommt Tech Food auf den Tisch, gesünder und weniger umweltschädlich.

5. Völker in Bewegung

Lorna Solis, Gründerin und CEO der NGO Blue Rose Compass, sieht die heutigen Flüchtlinge als CEOs von morgen, die wiederrum diejenigen integrieren müssen, die übermorgen auf der Flucht sind.

6. Westliche Demokratien in Gefahr

Kenneth Roth, Executive Director von Human Rights Watch, sieht die wesentlichen Demokratien in Gefahr.

7. Eroberung des Weltalls

Ellen Stofan, Chefwissenschaftlerin bei der NASA, sieht die Menschheit bis 2030 auf dem Mars.

Wenn wir auf dem Mars ankommen sind, werden wir wahrscheinlich auch Hinweise auf außerirdisches Leben entdecken. Wissenschaftliche Entdeckungen werden uns helfen, die großen Fragen zum Leben auf der Erde zu beantworten und die Mittel bereit stellen, um das Weltall zu erobern.