Laut Schätzung der Vereinten Nationen könnte die Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts auf über 11 Milliarden ansteigen. Andere Studien und Analysen deuten jedoch darauf hin, dass die Zahl der Menschen bis 2100 wieder abnehmen wird. Sicherlich werden die Schätzungen bis dahin noch mehrfach korrigiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst, aber die herrschenden Trends dürften sich nur kaum verändern.

Entwicklung der Weltbevölkerung laut UN

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird sich die Weltbevölkerung wie folgt entwickeln:

2030:8,5 Milliarden
2050:9,7 Milliarden
2100:10,9 Milliarden

Im Gegensatz dazu kommt das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) zu einem etwas anderen Ergebnis. Hiernach erreicht die Zahl der Menschen im Jahre 2064 ihren Höhepunkt mit 9,7 Milliarden, um dann bis 2100 wieder auf 8,8 Millarden abzunehmen.

Viel spannender ist jedoch der Teil der Infografik von Visual Capitalist mit den Annahmen hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Regionen:

Hiernach wird die Bevölkerung in China (aktuell Nr. 1) und Indien (aktuell Nr. 2) bis 2100 zahlenmäßig abnehmen. Die Bevölkerungsentwicklung in China sieht sogar recht damatisch aus, wenn die Halbierung tatsächlich eintreten sollte. Die einzige Region mit positivem Bevölkerungswachstum ist die Sub-Sahara-Region in Afrika, angeführt von Nigeria.

Demografischer Wandel in Industrienationen

Unabhängig von den tatsächlichen Bevölkerungszahlen in den kommenden Jahrzehnten stehen die meisten Industrienationen vor großen Aufgaben und Herausforderungen. Eine Anpassung der Sozialsysteme an den demografischen Wandel erscheint ohne nennenswerte Zuwandung unvermeidbar. Wie man in Deutschland erkennen kann, ist eine unbegrenzte Zuwanderung nicht ohne weiteres durchführbar.

Infografik: Demografischer Wandel: Andere Länder wird es noch härter treffen als Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Brasilien, China und Korea stehen vor großen Umwälzungen oder sind schon mittendrin.