Hinter einigen der globalen Megatrends unserer Zeit kann man eine treibende Kraft erkennen, die sich als Symbiose zwischen menschlichem Verstand und exponentiell wachsender Rechenleistung moderner Computer beschreiben lässt. In diesem Prozess befinden wir uns in einer Transformation, deren Zukunft auch davon abhängen wird, wie wir gobal mit der Quantität und Qualität der entstehenden künstlichen Intelligenz der Maschinen umgehen. Schon allein mit dem exponentiellen Wachstum der Rechenleistung heutiger Computersysteme dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die Maschinen in allen Bereichen bessere Ergebnisse erzielen als Menschen. Hierbei ist noch unberücksichtigt, dass die Entwicklung sog. Quantum-Computer völlig neue Türen in andere Dimensionen eröffnen.

Das Zeitalter der Maschinen

Wenn man den Stimmen einiger Trendforscher und Wissenschafter glauben darf, ist der Zeitpunkt nicht mehr fern, dass die Maschinen dank künstlicher Intelligenz dem Menschen in allen Bereichen überlegen sein wird. Dies wird der Zeitpunkt sein, in dem das Zeitalter der Maschinen eingeläutet wird. Bis dahin sollte geklärt sein, ob es eine oder mehrere Institutionen gibt oder geben soll, die sozusagen als Kontrollinstanz über die Maschinen und deren weitere Entwicklung agiert. Die UNO hat in diesem Jahr den ersten Kongreß zum Thema „Künstliche Intelligenz“ veranstaltet und einige Themenkomplexe diskutiert. Ferner müssen wir uns bis dahin mit der Frage auseinandersetzen, wie wir Künstliche Intelligenz einsetzen und welche Rolle der Mensch in Zukunft spielen soll.  Sind wir bereit, die verfügbare Arbeit den Maschinen zu überlassen? Als Anregung für weitere Fragen könnte das Buch The Inevitable: Understanding the 12 Technological Forces That Will Shape Our Future von Kevin Kelly dienen. Wenn Kevin Kelly richtig liegt, wird Kreativität in Zukunft eine ganz andere Rolle spielen als heute.

Künstliche Intelligenz – wer spielt mit?

Laut CB Insights wurden 2016 über 5 Milliarden US-Dollar in Unternehmen investiert, die sich in irgendeiner Form mit künstlicher Intelligenz (KI) befassen. Das war ein sattes Plus von 61% gegenüber dem Vorjahr. Ein großer Teil der Investitionen kommt von dem Suchmaschinen-Riesen Google, der mit seinem riesigen Datenschatz einen enormen Vorteil gegenüber den Konkurrenten hat. Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz I/O hat Google sogar den Grundsatz „AI first“ ausgerufen und damit „Mobile first“ abgelöst.

Infografik: Künstliche Intelligenz im Aufwärtstrend | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Jede Suchanfrage bei Google füttert deren Maschinen mit Daten über die Interessen, Vorlieben und Gedanken der Masse und jedes Einzelnen. Wofür interessieren sich beispielsweise die Ostwestfalen im Internet? Mit mehr als 3 Milliarden Suchanfragen pro Tag entstehen da gewaltige Datenmengen (Big Data), mit denen sich gut spielen und lernen lässt.

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